Pferde prägen Geschichte und Gegenwart

Pferde prägen Geschichte und Gegenwart

Pferdeberühmtheiten im Deutschem Pferdemuseum und bei Olympia

L P D – Seit 5000 Jahren verbindet Mensch und Pferd eine gemeinsame Geschichte. Auch heute noch springt das weiße Niedersachsenpferd genauso elegant durch das Landeswappen wie durch das Logo des Landvolks Niedersachsen und symbolisiert damit die traditionelle Verbundenheit mit dem edlen Tier. Wie in einer Ausstellung des Deutschen Pferdemuseums Verden deutlich wird, galt das weiße Pferd bereits im Mittelalter als Wappentier der Altsachsen. Die herrschenden Welfen übernahmen daher im 14. Jahrhundert das weiße Pferd in ihr Wappen, um damit ihre Ansprüche auf die alten sächsischen Gebiete zu bekräftigen.

Neben seiner Funktion als Wappentier fungiert das Pferd aber auch im echten Leben als Aushängeschild für das Land Niedersachsen: Mit seiner international bedeutenden Pferdezucht, seinen zahlreichen bäuerlichen Pensionspferdebetrieben und den vielen Pferdebegeisterten ist Niedersachsen auch heute noch, viele Jahrhunderte nach den Altsachsen, das Pferdeland in Deutschland. Laut Tierseuchenkasse sind dort rund 226.000 Pferde und Ponys in 43.345 Beständen registriert.

Auf Bundesebene übernimmt die niedersächsische Pferdezucht sogar eine Führungsposition. So sind allein 10 der 38 in Deutschland anerkannten Pferdezüchtervereinigungen in Niedersachsen ansässig. Bei diesen waren 2020 mehr als 20.000 Zuchtpferde eingetragen, was etwa 30 Prozent des bundesdeutschen Zuchtpferdbestandes entspricht. Die große Qualität der Pferde in Niedersachsen drückt sich auch in der Zahl der niedersächsischen Pferde aus, die ein Ticket für die olympischen Spiele in Tokio gelöst haben. Mehr als 20 Pferde mit dem Hannoveraner oder Oldenburger Brandzeichen gehen in Japan in den verschiedenen Disziplinen und unter den unterschiedlichsten Nationalflaggen an den Start.

Unter dem Titel „Legendär!“ stellt das Museum neben dem Niedersachsenross weitere 30 Pferdeberühmtheiten aus Mythologie, Geschichte und Populärkultur vor. Die Museumsgäste sind eingeladen, Pferdepersönlichkeiten wie den schwarzen Hengst Black Beauty, das Lieblingspferd Friedrichs des Großen Condé, die Wunderstute Halla, den Comic-Helden Jolly Jumper, den sprechenden Serienstar Mr. Ed, den geflügelten Pegasus, den Millionenhengst Totilas, den edlen Schattenfell aus „Herr der Ringe“ und viele mehr kennenzulernen oder wiederzuentdecken.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2021 von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr im Deutschen Pferdemuseum in Verden (Aller) zu sehen. (LPD 51/2021)

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Redakteurin

Wiebke Molsen

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