Afrikanische Schweinepest: Lebensmittel gut entsorgen

Afrikanische Schweinepest: Lebensmittel gut entsorgen

Ein Wurstbrot reicht – Landvolk warnt vor ASP-Risiko in der Urlaubszeit

L P D – Ferienzeit ist Reisezeit und für lange Autofahrten werden oft Wurststullen oder Würstchen eingepackt. „Diese dürfen auf keinen Fall achtlos an Raststätten entsorgt oder einfach in die Landschaft geworfen werden“, sagt der Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, Jörn Ehlers. Sollten Wildschweine damit in Berührung kommen und diese fressen, bestehe die Möglichkeit der Übertragung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Diese bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern“, sagt der Schweinehalter. Dabei seien nicht nur die Landwirte gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.

„Es geht um den Schutz unserer Höfe und um das Wohl der Tiere“, macht Ehlers deutlich. Das Virus habe in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „Urlaubsmitbringsel sollten lieber nicht aus Lebensmitteln bestehen“, rät Ehlers. Auch Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.

„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, dass das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der auch Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.

Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, sagt Ehlers. (LPD 54/2026)

Ansprechpartnerin: Wiebke Molsen, Tel.: 0511 3670476, wiebke.molsen@landvolk.org