FINKA Feldtag in Schellerten - Neu Oedlum

finka

Es geht um mehr Biodiversität im Ackerbau. Auf den sogn. FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) Ackerflächen werden keine Insektizide und keine Herbizide eingesetzt. Ziel ist es festzustellen, wie sich die Insektenvielfalt und die verschiedenen Beikräuter (Unkräuter) während der Beobachtungszeit von 5 Jahren entwickeln. 

Im Projekt arbeiten ein konventioneller Betrieb mit einem Biobetrieb auf einer Versuchsfläche zusammen. Im Landkreis Hildesheim ist es Moritz Bleckwenn (DexTerra GmbH & Co. KG) aus Garmissen und Thilo Grefe-Huge (BioBördeland GbR) aus Wätzum. Beide Landwirte tauschen sich regelmäßig aus. Die Beikrautbekämpfung erfolgt auf den "FINKA" Flächen mechanische. Dabei kommen Geräte wie Striegel oder Hacke zum Einsatz. Bei der Regulierung der Schadinsekten wird das Potential der natürlichen Gegenspieler, wie Marienkäfer und Schwebfliegen, ausgenutzt. Wissenschaftler aus Göttingen und Bonn begleiten das Vorhaben und werten die Daten aus. Neben der Ökologie ist die Ökonomie ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Ergebnisse. Dazu werden die Erträge auf den FINKA Flächen mit gleichwertigen Flächen aus dem konventionellen Anbau und der FINKA Fläche im ökologischen Anbau verglichen. 

Bei der gestrigen Veranstaltung trafen sich Vertreter der Landwirtschaft und der Beratung auf dem Rittergut von Michael Dehne in Neu Oedlum in der Gemeinde Schellerten. Nach einer kurzen Begrüßung der Anwesenden durch Kreislandwirt Konrad Westphale stellte Jana Tempel vom Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e. V. die ersten Ergebnisse der letzten beiden Versuchsjahre vor. Anschließend hielt Dr. Meike Brandes vom JKI in Braunschweig einen Impulsvortrag zum Thema: "Natürliche Gegenspieler für Schädlinge in Raps und Zuckerrübe". Dr. Brandes betonte, wie wichtig das Potential der Nützlinge bei der Regulierung der Schadinsekten zukünftig sein wird. 

 

Gespräch
Feld
Konrad