Von der Erzeugung direkt in die Region
Mit seinem Konzept zieht Junglandwirt Eike Alswede ins Finale des CeresAward ein
L P D – Transparenz schaffen, Vertrauen gewinnen und die Entscheidung bewusst in die Hände der Verbraucherinnen und Verbraucher legen, ist das Ziel von Junglandwirt Eike Alswede. Gemeinsam mit seinem Bruder Arne und Vater Frank führt der 28-Jährige den Hof Alswede in Gehrde im Osnabrücker Land bereits in der fünften Generation. Mit seinem vielseitigen Betriebskonzept hat sich Eike Alswede einen Platz unter den drei Finalisten in der Kategorie „Junglandwirt“ des CeresAward 2026 gesichert.
„Unser Anspruch ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher mit unseren Produkten zu überzeugen, damit sie sagen: Dort möchte ich einkaufen. Deshalb legen wir beim Verkauf die Verantwortung bewusst in die Hände der Kundinnen und Kunden“, erklärt Alswede. Rund 70 Prozent der hofeigenen Erzeugnisse vermarktet die Familie direkt über den Wochenmarkt und den eigenen „Landmarkt Gehrde“. Gemüse, Obst, Eier sowie Schweine- und Rindfleisch stammen direkt vom Hof.
Ein Herzstück des Konzepts ist die Transparenz in der Tierhaltung. Für die Schweine entstand ein komplett neues, geschlossenes Haltungssystem – vom Deck- und Wartestall über die Ferkelaufzucht bis zur Mast. Besucherinnen und Besucher können jederzeit in die Ausläufe blicken, zusätzlich werden regelmäßig Führungen angeboten. „Wir möchten, dass unsere Kundinnen und Kunden sehen können, was sie kaufen. Die Tiere werden hier geboren, wachsen hier auf und werden auch lokal geschlachtet. Dieses Vertrauen ist die Grundlage unserer Direktvermarktung“, betont Alswede. Seit dem Start im April 2025 werde das Angebot hervorragend angenommen, insbesondere die Fleischtheke erfreue sich im Sommer großer Beliebtheit.
Die Tierhaltung kehrte erst mit der jungen Generation auf den Hof zurück. Aus ehemals vier Bunten Bentheimer Schweinen entwickelte sich ein vielfältiger Betriebszweig. Heute gehören außerdem Angus- und Galloway-Weiderinder sowie 1.000 Legehennen in Freilandhaltung zum Hof. Hinzu kommen mehr als 30 Gemüsekulturen, von Wirsing, Brokkoli und Blumenkohl bis hin zu Kartoffeln, Zwiebeln und Roter Bete. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 120 Hektar sowie weitere 40 Hektar nach EU-Bio-Standard. Die Basis bildet der Ackerbau mit Weizen, Roggen, Zuckerrüben und Mais.
„Diese Vielfalt macht unseren Betrieb zukunftsfähig“, sagt Alswede. Die Bewerbung für den CeresAward sei deshalb eine besondere Wertschätzung: „Es ist schön, Anerkennung für die tägliche Arbeit, den Einsatz und die vielen Gedanken zu bekommen, die wir jeden Tag in unseren Hof investieren.“ Die Siegerinnen und Sieger werden am 21. Oktober 2026 in Berlin ausgezeichnet. (LPD 58/2026)
Ansprechpartnerin: Alisha Trilling Tel.: 0511 3670430, alisha.trilling@landvolk.org