Kundgebung in Hannover am 11. Januar - "Zu viel ist zu viel"

Konrad

Wieder eine große Demonstration der Landwirtinnen und Landwirte, die auf diese Weise ihren Unmut über die aktuellen Entscheidungen der Politik bekunden. Unter dem Motto "Zu viel ist zu viel" machten sich heute 5000 Agrarier auf den Weg in die Innenstadt von Hannover. Die heutige Sternfahrt und Kundgebung hatte das Landvolk Hannover organisiert. Schon am frühen Morgen rollten die ersten Traktoren und PKWs aus allen Teilen Niedersachsens Richtung Hannover. Im Stadtgebiet wurden rund 3000 Traktoren gezählt. Auf dem Platz der Göttinger Sieben in der Nähe des Niedersächsischen Landtags trafen die sich die Teilnehmer um 11.30 Uhr zur Kundgebung. 

Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies stellte für Niedersachsens Landwirtinnen und Landwirte fest: „Die Regierung fängt erst an mit dem Dialog, wenn wir auf der Straße sind.“ Niedrigere Steuersätze seien wichtig für den Wettbewerb. „Da sind wir im Nachteil gegenüber europäischen Nachbarn.“ Hennies führte aus: „Wir setzen auf die Kraft der heutigen Demonstration und senden ein klares Signal nach Berlin – wir erwarten von der Regierung ein faires Angebot und Gespräche auf Augenhöhe.“

Auch Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte verfolgte die Veranstaltung vor Ort und hörte die Reden der Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (SPD), Christian Dürr (FDP) und Swantje Michaelsen (Bündnis 90/Die Grünen). Während Mirsch den Zusammenhalt in der Gesellschaft beschwor und ankündigte, bei den geplanten Gesprächen am Montag in Berlin zwischen Verbandsvertretern und Bundespolitik dabei zu sein, versprach Dürr, sich für den Dialog mit Landwirtinnen und Landwirten einzusetzen. Er räumte ein, dass es ein Fehler war, diesen Dialog nicht vor den Einsparungsplänen zum Bundeshaushalt gesucht zu haben. Diese Pläne waren der Auslöser für die bundesweiten Kundgebungen von Landwirtinnen und Landwirten. Dass die Ampel bereits die Kfz-Besteuerung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zurückgenommen hat, reicht dem Deutschen Bauernverband (DBV) und auch den Landesbauernverband Landvolk Niedersachsen nicht aus. „Es ist die Summe der ausstehenden Entscheidungen zu vielen agrarpolitischen Themen und vor allem die fehlende Verlässlichkeit seitens der Politik, die uns Bauern auf die Straße treibt. Wir setzen darauf, dass nun nach dem 15. Januar in Berlin vernünftige Angebote kommen werden“, erklärte Hennies.

Hennies
Die drei Weisen
Bühne